Abies alba

Weisstanne

Für Eilige

Der Tannenbaum ist wohl unser bekanntester Waldbaum – und nicht mehr wegzudenken aus unseren Gebräuchen, die mit der Advents- und Weihnachtszeit eng verknüpft sind.

Für Waldbesucher

  • Die Weisstanne ist eine Bergwaldbaumart der unteren und mittleren Höhenlagen in mitteleuropäischen und osteuropäischen Waldgebieten.
  • Berühmt waren in der Vergangenheit die sog. Holländertannen aus dem Schwarzwald, die um die 60 m hoch und 1-2 m dick waren – dafür werden 250 Jahre an Wachstumszeit benötigt. Diese starken Stämme wurden auf dem Rhein entlang bis nach Holland geflöst. Sie war schon immer ein wertvolles Bauholz und Möbelholz.
  • In den zurückliegenden Jahrzehnten wird eine gewisse Stabilität gegen Wärme und Trockenheit festgestellt. Der kalabrischen Form der Weisstanne wird in Zukunft eine Bedeutung zukommen, weil sie im Rahmen ihrer nacheiszeitlichen Entwicklung (13 Eiszeiten!) keinerlei Wuchsdepressionen hinnehmen musste.

Für Waldbesitzer

  • Die Anpflanzung erfolgte als 4-jähriger verschulter Sämling im Jahr 2014.
  • Rückgrat der stabilen Bergmischwaldgesellschaften aus Tanne (Abies alba), Rotbuche (Fagus sylvatica), Fichte (Picea abies), Esche (Fraxinus excelsior), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Eibe (Taxus baccata).
  • Durch zu hohe Bestände an Schalenwild (Reh, Rotwild, Gams) stark zurückgegangen, da in der Jugend langsamerer Wuchs, als bei Fichte (Picea abies).
  • Die Naturverjüngung dieser Baumart gelingt sehr gut, wenn wenigstens einzelne Alttannen in Fichtenaltbeständen das Fruktifizieren anfangen. Dies zeigt sich durch die winzigen Sämlinge, die als Tannenstern bezeichnet werden. Bei genügender Bejagung oder durch Zäunung erfolgt nun der weitere Wuchs dieser wertvollen Bergwaldbaumart.
    Im 2. Jahr streckt sich das Tannensternchen um einige Zentimeter, um zur sog. „Tannenbürste“ zu werden.
    Im 3. Jahr legt sich das junge Bäumchen einen ersten Seitenast zu, den sog. „Tannensporn“. Im vierten Jahr bildet sich der erste Astquirl, der je nach Wasserversorgung und Lichtgenuss zwischen 3 bis 6 seitlichen Verzweigungen besitzt.
  • Beim Tannenanbau brauchen Sie Geduld. Eine kopfhohe Tanne benötigt je nach Lichtgenuss einen Zeitraum von 10-20 Jahren. Später holt sie dieses langsame Jugendwachstum wieder auf und ist 80-jährig an Zuwachs und Höhe der Baumart Fichte (Picea abies) vergleichbar.

Weisstanne.