Populus tremula

Zitterpappel

Für alle Interessierte

Weiterer Name: Aspe

Für Eilige

Der Name der Zitterpapel betrifft das ständige Bewegen der Blätter, die selbst beim kleinsten Windhauch in Bewegung geraten – Forscher fanden heraus, dass damit eine erhöhte Atmungsfrequenz erreicht wird, was wiederum zu erhöhten Stoffumsätzen führt und so erhöhte Zuwachsleistungen ermöglicht.

Für Waldbesucher

  • Die Espe ist die namensgebende Baumart für die Gemeinde Estenfeld (Espenfeld) vor den Toren der Stadt Würzburg und unweit dieses Standorts.
  • Im Herbst kann sie sich von gelber hin zu roter Herbstlaubfärbung entwickeln.
  • Der Volksmund weiß von dem Sinnspruch: "Er zittert wie Espenlaub" zu berichten - Angstzustände gehen mit einem Zittern unserer Gliedmaßen einher.
  • Früher wurde das Aspenholz im bäuerlichen Hausbau rege verwendet. Für leichte Balkenkonstruktionen sowie den Belag der oft mehrmals übereinander liegenden Dachböden, die so eine entsprechende Leichte aufwiesen.
  • Auch im Möbelbau wurde es rege verwendet: Die Innenausstattung von Schubladen oder die Rückwände von Schränken aller Art wurden aus Espenholz hergestellt.

Für Waldbesitzer

  • Die vor Ihnen stehende Aspe entstand aus Naturverjüngung (ca. 1996/97)
  • Die Aspe dürfte sich zu einer unserer wichtigsten Zukunftsbaumarten entwickeln. In den zurückliegenden Trockenjahren zeigte sie die erstaunliche Fähigkeit, selbst bei größter Trockenheit und Hitze an ihrer vollen Belaubung festzuhalten.
  • So nimmt es nicht Wunder, dass erste Stadtbaumbepflanzungen (z.B. Gemeinde Rottendorf) mit dieser Baumart vorgenommen werden. Das Blattwerk ist sehr humusfördernd.
  • Die Vermehrungsstrategien der Aspe sind phänomenal:
  • Kaum wird bei winterlichen Fällungsmaßnahmen ein vielleicht nur 10-20 cm dicker Stamm gefällt, so schlagen aus der umfangreichen Wurzelscheibe hunderte und hunderte an Schösslingen (sog. Wurzelbrut) aus. Sie können in einer einzigen Vegetationszeit von April-September 1-2 m an Höhe gewinnen und sorgen so für massenhaften Nachwuchs.
  • Eine zweite Vermehrungsstrategie liegt in den weit umher fliegenden federzarten Samenbüscheln, die viele Flugkilometer überwinden können. Treffen sie auf einen offenen Boden, so keimen sie im nächsten Jahr und wachsen ebenfalls rasch empor.
  • Eine dritte Vermehrungsstrategie liegt im sog. Stockausschlag. Eine abgesägte Stammscheibe schlägt entlang des Kambiums zwischen Rinde und Holz an mehreren Stellen wieder aus und bildet so viele Triebe. Je nach Wurzelgröße kann im ersten Jahr eine Höhe von 1,5-3 m erreicht werden.
  • So gehört die Aspe zu den sog. Pionierhölzern, die zusammen mit Birke und Weide in der Lage sind, große Kahlflächen innerhalb weniger Jahre flächendeckend zu besiedeln und so Katastrophenflächen aus Feuer, Windwurf oder Borkenkäfer zu bestocken.

Zitterpappel.