Die Lärche stammt aus der Lawinenzone unserer Alpen und ist der einzige Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln verliert. Der von braunen Blättern überzogene Waldboden wird dann von einer feinen Schicht aus goldgelben Nadeln veredelt.
Für Waldbesucher
Das Holz der Lärche ist extrem dauerhaft und deshalb für die Außenverkleidung von Häusern bestens geeignet. Allerdings arbeitet das Holz ständig und im Carport hat man dann harzige Flecken auf dem Autolack – alles Gute kommt von oben (!)
In Südtirol gibt es Altlärchen, denen ein Alter von 1.000 Jahren zu gesprochen wird.
Die Dimension kann bis zu 2 m Stärke und in der Höhe bis zu 50 m betragen.
Das Kolophonium, mit dem die Bögen unserer Streichinstrumente behandelt werden, wird aus getrocknetem Lärchenharz hergestellt.
Für Waldbesitzer
Die vor Ihnen stehenden Lärchen wurde im Dezember 1998 auf Eigeninitiative des Bauhofes nachgepflanzt.
Die Lärche ist aufgrund ihrer Abstammung aus der Lawinenzone der Hochgebirge eine absolute Lichtbaumart.
Meist wird sie zu dicht angepflanzt und wächst zu eng auf, was im späteren Alter meist zu Stammkrebsbefall führt..
Sie ist von Jugend an ein extremer Schnellstarter und liebt es, vorwüchsig zu sein und dann auch entsprechend zuzuwachsen.
Die Lärche braucht als Abstand zum Nachbarbaum nochmals ihren eigenen Kronendurchmesser, um sich wohl zu fühlen.
Deshalb ist eine sehr dichte Abfolge von Durchforstungen notwendig (alle 5 bis 7 Jahre).
Sie ist ein Totasterhalter. Deshalb ist es ratsam, sie von Jugend auf zu asten. Sonst haben die späteren Bretter Durchfalläste, was zu einer starken Wertminderung führt.
Aktuell ist sie im Gramschatzer Wald abgängig, weil seit der Folge von Trockenjahren ab 2018 div. Käfer über sie herfallen und sie zum Absterben bringen.