Acer pseudoplatanus

Bergahorn

Für Eilige

Der Bergahorn ist der häufigste unserer einheimischen Ahornarten und ist auch als Alleebaum weit verbreitet. Im Herbst sticht er mit seinem leuchtenden Gelb ins Auge. Als weißgrundiger Wirtshaustisch ist er weit verbreitet und behält bei entsprechender Pflege Jahrzehnte lang seine bambusfarbige Patina.

Für Waldbesucher

  • Der Name Bergahorn besagt, dass er ursprünglich aus Bergregionen stammt und bei uns in den tiefer gelegenen Regionen des Flachlandes künstlich eingeführt wurde.
  • Seit den Trockenjahren 2018, 2019 und 2020 ist er leider von einem amerikanischen Pilz, der sog. Rußrindenkrankheit befallen worden.
  • So sehen sie öfters die tief schwarzen samtig anmutenden Erdstämme in den Wäldern. Diesen sollten sie nicht allzu nah kommen, denn die schwarzen Sporen dieses Rindenpilzes können Astma auslösen.
  • Leider hat sich dieser Pilz nun auch entlang der Flussläufe ausgebreitet und geht auch in Regionen zu Schaden, in denen es genügend Niederschläge gibt (z. B. Passau).

Für Waldbesitzer

  • Die vor Ihnen stehenden Bäume wurden im Herbst 1996 als einjährige Sämlinge eingepflanzt.
  • Der Krankheitsverlauf dieser Rußrindenerkrankung lässt sich in 3 Phasen einteilen:
  • Phase 1: Am ganzen Stamm entlang werden Wasserreißer gebildet, die durch das Verstopfen der Leitungsbahnen durch wuchernde Pilzmycelien ausgelöst werden. In dieser Phase können sie den Baum noch absägen und zur Brennholzgewinnung verwenden.
  • Phase 2: Vom unteren Stamm beginnend bildet sich schwarzer Schleimfluss und die Rinde platzt auf. Ganzflächig erscheint nun der matt schwarze Rußrindenbelag, der vor allem beim Einatmen sehr giftig ist, und bis zur Ohnmacht und Astmaanfällen führen kann. In den USA eine anerkannte Berufskrankheit der Forstleute. Hier sollten sie keinerlei Sägearbeiten durchführen – auch nicht mit dem Harvester, denn die Maschinenführer sind durch das Einatmen der Pilzsporen hoch gefährdet.
  • Phase 3: Der Pilzbelag wird durch Zeitablauf, Witterungsverläufe sowie Stammtrocknung abgewaschen und verteilt sich in der Landschaft. Der abgestorbene Stamm hat nun eine silbergraue Farbe und die Rinde ist vollständig abgefallen. Nun können sie den Baum wieder zur Brennholzgewinnung verwenden.
  • In der Stangenholzphase kann der Baum auch von sog. Verticilliumpilzen befallen werden, die sich als schwarze Nekrosen bis ins ansonsten weißen Holz ausbreiten. Damit einhergehend findet eine starke Holzentwertung bis hin zum Brennholz statt.

Bergahorn.