Cedrus libani

Libanonzeder

Für Eilige

Der Sage nach war der Tempel von König Salomon in Jerusalem nach den Quellen des alten Testamentes aus diesen Bäumen erbaut worden. Diese Bäume sind so idenditätsstiftend, dass auch heute noch in der Flagge des Libanon diese immergrünen Tempelbäume abgebildet sind.

Für Waldbesucher

  • Im Weinheimer Schloßpark steht die mit Abstand größte Libanonzeder Deutschlands. Ihr aus mächtigen baumstarken Seitenästen bestehender Kronenraum ist von beeindruckender Dimension und dürfte ca. 30 m Durchmesser betragen. Der Stammdurchmesser könnte an die 2 m heranreichen. Sie soll um die 250 Jahre alt sein, wenngleich dies angezweifelt wird und evtl. auch ein jungeres Alter in Fragen kommen soll – egal: sie ist absolut sehenswert!
  • Allerdings macht es wenig Sinn, das dortige Saatgut aufzusammeln, denn es stammt aus nicht winterharten Gebieten des Libanon, der keine solch harten Winter kennt, wie sie bei uns manchmal an der Tagesordnung sind.
  • Dies musste auch der Gründer des Exotenwaldes Christian Freiherr von Berckheim erleiden, denn er pflanzte in der Gründungszeit seines Exotenwaldes 2.874 junge Libanonzedern, die aus dem Saatgut der dortigen Riesenzeder gewonnen wurden – die harten Winter 1878/79 beseitigten diese vollständig.

Für Waldbesitzer

  • Die vor Ihnen stehende Zeder wurde im März 2025 gepflanzt.
  • Auch 1988 beerntete die Jugendfeuerwehr von Weinheim ihre Riesen-Zeder, um das erneute Schicksal des Freiherrn zu wiederholen..
  • Deshalb nun bitte aufpassen und die Ohren weit öffnen: Einzig und allein die Libanonzedern aus dem nordwestlichen Taurusgebirge der Türkei, namentlich die Saatgutherkunft "Stenocoma" ist für den Anbau in unseren Breitengraden empfehlenswert und zielführend. Darauf sollten Sie bei einer eventuellen Pflanzgutbestellung an einer Baumschule besonders achten.
  • Ansonsten ist der Anbau von Libanonzedern bei unseren unkrautwüchsigen Böden nicht ratsam – es sei denn, Sie hätten eine flachgründige Muschelkalkrendzina, die Sie bepflanzen müssen – dann liegen Sie richtig – dort haben Sie nämlich wenig Begleitwuchsprobleme.
  • Falls Sie diesen Pflanzversuch trotzdem wagen wollen: Sie brauchen volle Kanne Licht – im Halbschatten, auch unter einem lichten Eichenschirm werden Sie scheitern – die Zeder wächst dann einfach nicht voran.
  • Außerdem müssen Sie die Pflanzscheibe vollkommen Begleitwuchsfrei halten – am Besten 2 bis 3 mal pro Vegetationsperiode ausgrasen – sonst wird es nichts.
  • Wie sagt man auch heute noch im Libanon: "Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt".
  • Probeanbauten existieren in den Gemeinden Eisenheim, Hausen, Kürnach, Prosselsheim, Unterpleichfeld.

Libanonzeder.