Acer platanoides

Spitzahorn

Für Eilige

Der Spitzahorn ist einer von drei einheimischen Ahornarten. Seine handähnliche Blattform ist an den Rändern dornspitzig ausgezogen.

Für Waldbesucher

  • Die schwefelgelbe Frühlingsblüte ist ein Frühlingsbote allererster Güte. Sie wird oft als Alleebaum angepflanzt und blüht im Laufe des April. Dann wissen, wir: Jetzt ist Frühlingszeit.
  • Auch im Herbst erglänzt ein orange bis feuerrotes Farbspektakel, wenn die ersten nächtlichen Temperaturen unter 6 Grad Celsius zu liegen kommen.
  • Die Kinder schätzen das im Herbst herabfallende Saatgut, das sie sich auf die Nase kleben können :-)

Für Waldbesitzer

  • Der vor Ihnen stehende Spitzahorn wurde im November 1996 gepflanzt.
  • In England wird dieser Baum "Norwegian Maple" genannt und wird als Neophyt betrachtet, da er sich absolut massenhaft naturverjüngt und so große Waldgebiete unterwandert.
  • Er stammt ursprünglich aus Skandinavien und dem Ostseegebiet, wo er sandige Waldstandorte besiedelt. Der moderne Mensch holte diesen Baum nach Mitteleuropa hinein.
  • Hier kann man beobachten, dass er sowohl auf trockenen Kalkstandorten, als auch auf nassen Tonböden gut voran kommt.
  • Seine größte Leistung entfaltet er in feuchten Schluchtwäldern und in den gut Wasser versorgten Berggebieten.
  • Er ist allerdings auch in der Lage in Weinbaulagenwäldern zu siedeln – es bleibt jedoch abzuwarten, wie er mit ansteigenden Temperaturen zurecht kommt, weil er ja eigentlich aus nordischen Gefilden stammt.
  • Man kann beobachten, dass er in der Jugend noch raschwüchsiger, als der Bergahorn ist. Ab der JD-phase fällt er ihm gegenüber zurück, um in der AD-phase langsamer, als er zu wachsen.
  • Sein Holz ist im Gegensatz zum schneeweißen Bergahornholz mit einem leichten Gelbton versehen, jedoch genauso hart und zäh. Deshalb taugt er als hervorragendes Möbelholz.
  • Er ist bis auf seltene Einzelfälle nicht von der sog. Bergahornrußrindenerkrankung betroffen.

Spitzahorn.