Juglans nigra

Schwarznuss

Für Eilige

Vor Ihnen steht eine amerikanische Nussbaumart, deren herausragende Eigenschaft ein schwarzes Wertholz ist, ähnlich dem aus dem Regenwald stammenden Ebenholz.

Für Waldbesucher

  • Ihre Heimat ist Nordamerika, wo sie in warmen Gefilden als flussbegleitende Baumart bis zu 48 m Höhe erklimmt.
  • Bei amerikanischen Nussfarmern pflanzt der Seniorfarmer für seinen Enkel ca. 2 ha Schwarznüsse an, wenn ein Kind geboren wird. Wenn dieses Kind dann selbst in Rente geht, finanzieren sich aus dem Verkauf dieser Hölzer die Bedürfnisse eines in Ruhestand befindlichen Menschen – ein schönes Beispiel für Nachhaltigkeit.

Für Waldbesitzer

  • Der vor Ihnen stehende Bestand wurde im Dezember 2011 als einjähriger Sämling gepflanzt.
  • Sie passt aufgrund ihres relativ schnellen Jugendwachstums gut zu unseren heimischen Edellaubhölzern aus Esche (Fraxisnus excelsior), Ahorn (Acer div.), Kirsche (Prunus div.) und Ulme (Ulmus div.).
  • Ihr Holz verkernt im Gegensatz zur Walnuss schon in der Jugend mit schwarz-violettem Kernholz und schmalem hellem Splintholz (3 bis 5 cm).
  • Im Alter von 20 bis 30 Jahren werden bei astfreien Stämmen von 15 bis 19 cm Durchmesser bereits bis zu 200 Euro pro Festmeter erlöst.
  • Im Alter von 80 Jahren ist sie 25  m hoch und ca. 80 cm dick, während sie in ihrer Heimat im Alter von 400 Jahren bis 3 m Durchmesser erreichen kann.
  • Auf dieser Versuchsfläche wurden 4 verschiedene Herkünfte angepflanzt: Die vor Ihnen stehende Schwarznuß gedeiht zur Zeit auf dieser relativ trockenen Fläche am besten und stammt aus der am besten bewerteten Kontrollzeichenkerkunft "Kühkopf-Knoblauchsaue", die in NRW liegt.
  • Weiter südlich eine nicht so gut gedeihende Herkunft aus der Nähe von Darmstadt...
  • Weiter nordöstliche eine Kontrollzeichenherkunft aus den Rheinauen namens "Steinerwald" in Nähe der Stadt Biblis.
  • Noch weiter östlich in Richtung Kreisstraße die Herkunft "Karlshof", die bei Darmstadt liegt.
  • Sie werden nun fragen, warum hier außerhalb eines feuchten Auenwaldes so viele verschiedene Schwarznussherkünfte getestet wurden. Am Beispiel der Herkunft "Kühhopf-Knoblauchsaue" sieht man, dass Vergleichsanbauten notwendig sind, um Grenzen des Gedeihens auszutesten.
  • Außerdem werden alle diese Schwarznussherkünfte später Intermedianüsse produzieren, weil in der Nähe versch. Walnussherkünfte angepflanzt wurden. Die Pollen dieser div. Waldnussherkünfte fliegen dann mit den vorherrschenden Westwinden durch die Gegend und bestäuben die Naben unserer div. Schwarznussherkünfte. In 20 bis 30 Jahren werden dann div. Vogelarten (Eichelhäher, Raben usw.) diese sehr leistungsfähigen Intermedianüsse großflächig im Riedener Wald verteilen.
  • In ca. 100 Jahren wird dann der Riedener Wald vom heutigen Eichenwald sich in einen Nussbaumwald weiter entwickeln. Die zu erwartenden Erlöse dieser Nussbäume werden dann einem zukünftigen Gemeindehaushalt Jahrzehntelang zu Gute kommen.

Schwarznuss.