Abies grandis

Küstentanne

Für Eilige

Dieser auch als Riesentanne bezeichnete Nadelbaum ist der wohl am besten duftende Weihnachtsbaum und riecht etwa 2 bis 3 Tage nach dem Aufstellen im Wohnzimmer stark nach einem harzigen Orangeduft – einfach umwerfend.

Für Waldbesucher

  • Dieser aus den nordamerikanischen Bergwäldern stammende Tannenbaum ist der zur Zeit wohl am schnellsten wachsende Nadelbaum in Europa.
  • Er wurde um die 1880er Jahre eingeführt und wurde bisher als Klimawandelbaum gehandelt.
  • Dies dürfte stark übertrieben sein, denn er stammt aus kühlen, regenreichen Bergregionen Kanadas.

Für Waldbesitzer

  • Die vor Ihnen stehenden Bäume wurden im Herbst 1996 als 3-jährige Sämlinge gepflanzt.
  • Sie sind definitiv die am stärksten gewachsenen Bäume dieses Probeanbaues aus dem Jahr 1996 und überzeugen durch ihre zur Zeit noch vorhandene Resistenz gegen Borkenkäfer.
  • Wir wissen allerdings nicht, wo die aufgrund ihrer Bergherkunft zu erwartende Schmerzgrenze bezüglich Wärme sowie Trockenheit zu liegen kommt.
  • Die Sägeindustrie moniert den zu breiten Jahrringaufbau. Aufgrund ihres jährlichen Zuwachses von 25 fm/ha/a ist sie jedoch auch bei der Verwendung als Palettenholz eine wirtschaftlich sehr wertvolle, weil zuwachskräftige Ressource.
  • An diesem Ort wurde sie damals als Christbaumkultur gepflanzt – und sind ein Beispiel dafür, dass Christbaumkulturen oft nicht rechtzeitig geerntet werden und so später als willkommenes Bauholz verwendet werden können.
  • Seit den Trockenjahren 2018 bis 2020 wissen wir, dass sie im Würzburger Weinbauklima definitiv keine Klimawandelbaumart ist. Im Gemeindewald Kürnach fallen die 1999 angepflanzten Küstentannen seit dem einzelbaumweise sogar auf tiefgründigen Löslehmböden nach und nach aus.

Küstentanne.