Juglans major

Majornuss

Für Eilige

Diese bei uns völlig unbekannte Baumart stammt aus Nordamerika und könnte in Zukunft einen wichtigen Platz bei der Erzeugung von wertvollen Möbelhölzern bekommen.

Für Waldbesucher

  • Die Majornuss ist eine amerikanische Nuss aus dem pazifischen Südwesten der USA, deren Verbreitungsgebiet bis ins tropische Mittelamerika reicht. Dies eröffnet die eindrucksvolle Möglichkeit, für kommende Jahrzehnte die nicht mehr vorhandenen Edelhölzer aus den tropischen Regenwäldern zu ersetzen.
  • So können bei kurzen Wuchszeiten von weniger als 60 Jahren dunkle Hölzer für den Möbelbaubereit gestellt werden, um sich abzeichnende Versorgungslücken im Laubwertholzmarkt zu schließen.

Für Waldbesitzer

  • Die Anpflanzung erfolgte 2014 mit einem einjährigen Sämling.
  • Die Majornuss wird meist mit der ähnlich belaubten Schwarznuss (Juglans nigra) verwechselt und wird relativ selten angebaut – völlig zu unrecht. Sie benötigt eine wesentlich geringere Wasserversorgung, als die Schwarznuss, die zum guten Gedeihen Auwaldböden mit einer guten Wasserversorgung benötigt. Dieser sparsamere Umgang mit der Bodenfeuchte wird in Zukunft eine wichtige Eigenschaft darstellen.
  • In Frankreich werden aktuell durch Flurholzanbau auf still gelegten Ackerflächen in großem Stile Nussanbauten durchgeführt. Die sommerliche Versteppung von landwirtschaftlichen Flächen wird bei geringerer sommerlicher Wasserversorgung auch in unserem Weinbauklima ein Zukunftsthema werden, das Agroforstmodelle mit dem Anbau von Nussbäumen und weiteren Edelhölzern befördern wird.
  • Die Majornuss bildet bei der natürlichen Verjüngung Naturhybriden, wenn sie als Bestäuber eine Walnuss in der Nähe hat.

Majornuss.