Diese Art wurde erst 1944 entdeckt, ist in chinesischen Hochgebirgen der Provinz Szechuan beheimatet und wird dort als „Wasserlärche“ bezeichnet.
Für Waldbesucher
Im Gegensatz zu den beiden anderen Mammutbäumen wirft sie ihr Laub im Herbst ab und ist im winterkahlen Zustand leicht mit Laubbäumen zu verwechseln.
Im Exotenwald Weinheim/Bergstraße (Weltnaturerbe) gedeiht diese Baumart seit 1958 und hat sich insbesondere in den zurück liegenden Trockenjahren durch ein Wachstum ohne Zuwachseinbrüche bewährt.
Für Waldbesitzer
Der vor ihnen stehende Mammutbaum wurde im März 2025 gepflanzt.
Durch einen extrem ungleichförmigen Wuchs am unteren Stammende wächst sie sehr malerisch und verspielt voran – erst in 3 m Höhe bildet sie einen kreisrunden, als Stammholz verwertbaren Stamm.
Geologischen Fachleuten war diese Baumart aus Versteinerungen bekannt, die in der Gegend um Ville zwischen Aachen und Köln in Braunkohlevorkommen zu besichtigen waren. Deshalb war es natürlich eine Sensation, dass diese Baumart gleich einem lebenden Fossil plötzlich im Fernen Osten auftauchte und sogleich einen Siegeszug durch alle botanische Gärten weltweit antrat.
Allerdings stammen die 300 Stecklinge aus dem Weinheimer Anbauversuch von 1958 nur von wenigen Elternbäumen ab, weshalb eine gewisse genetische Einengung zu befürchten ist.
Der Höhenwuchs der Weinheimer Bäume ist trotz Weinbauklima beeindruckend und liegt bei diesem fast 70-jährigen Bestand um die 30 m.
Im Herbst läuft der Urweltmammutbaum zur Höchstform auf, indem ein intensives orangefarbiges Blätterkleid die Waldbesucher erfreut.