Ulmus resista

Resista-Ulme

Für Eilige

Die sog. Resista-Ulmen gehören zu den gefeierten Klima-Bäumen in unseren trocken-heißen Innenstadtklimaten. Sie können wohl mit relativ wenig Wasser auskommen und vertragen die Hitzeabstrahlung unserer Asphaltstraßen viel besser, als viele unserer heimischen Baumarten.

Für Waldbesucher

  • Die Resista-Ulmen führen diesen Namen deshalb, weil um die Wende des vorigen Jahrhunderts (um 1900) in Holland die sog. Holländische Ulmenkrankheit ihren Ausgangspunkt hatte. Insbesondere diese wichtige Baumart zur Befestigung der meernahen Deichanlagen war ein kaum zu verkraftender Verlust. Wahrscheinlich kam diese asiatische Pilzkrankheit durch die weltumspannende Schifffahrt nach Holland.
  • Nun kreuzte ein amerikanischer Botaniker asiatische und amerikanische Ulmenarten und schuf so ganz ohne Gentechnik eine ganze Reihe von pilzresistenten Ulmensorten, die so klangvolle Namen, wie "Sapporo Autumn Gold" u.a. führen.

Für Waldbesitzer

  • Die nach Süden (in Richtung Fährbrück) sich erstreckende Baumallee wurden im Herbst 1996 aus einjährigen Baumschulpflanzen.
  • Die vor Ihnen stehenden Bäume wurden im Herbst 1996 aus einjährigen Stecklingen gewonnen und eingepflanzt.
  • Die sog. Mutterquartiere vieler Resista-Ulmen stehen in Darmstadt, einem großen Baumschulzentrum an der Brandschneise mitten in einem Waldgebiet in der Nähe von Darmstadt. Da hier einTrinkwasserschutzgebiet der Großstadt Darmstadt liegt, wird dieses Baumschulzentrum bereits seit den 1950er Jahren biologisch bewirtschaftet.
  • Die Stecklinge werden jedes Jahr von getopften Mutterbäumen geschnitten. Diese Vermehrungsform nennt man vegetative Vermehrung, weil hier ohne Aussaat eine neue Baumgeneration gewonnen wird. Diese etwa 10 cm langen Zweigteile werden in Folientunneln in die Erde gesteckt und bilden bei ausreichender Wärme und Feuchtigkeit ein ganz passables Wurzelsystem aus, das von einer Sämlingswurzel nur von Fachleuten unterschieden werden kann.
  • In Wäldern werden sie diese seltenen resistenten Ulmen kaum antreffen, denn sie werden, wie oben ausgeführt, hauptsächlich in Städten und Gemeinden als Großbäume angepflanzt.
  • Trotzdem erzeugen diese Ulmen ein wertvolles und schnell wachsendes Möbelholz, das die Schreiner früher als "Rüster" bezeichneten. Es ist dem Eichenholz ähnlich und noch deutlich schöner gemasert.

Resista-Ulme.