Aus historischen Quellen wissen wir, dass bereits seit der Steinzeit diese wertvollen Früchte verbreitet wurden – sie waren ein wertvolles Handelsgut der alteuropäischen Bevölkerung.
Für Waldbesucher
Diese bei uns heimische Walnuss stammt ursprünglich aus Kleinasien. Von dort aus wurden sie vom Seefahrervolk der Phönizier bereits im Altertum im Mittelmeerraum verbreitet – später dann vom griechischen Weltreich um Alexander dem Großen weiter vermehrt. Vom römischen Weltreich traten sie dann ihren Gang über die Alpen an, um in den Weinbauregionen von Süd- und Mitteldeutschland angepflanzt zu werden.
Bei uns erfolgte dann eine Jahrhunderte lange Selektion in Richtung Großfrüchtigkeit, bis die Preußen um 1900 herum in Heidesheim bei Mainz einen Sortenversuch quer durch alle deutschen Walnussherkünfte anlegten und die Walnüsse mit einer Nummeration versahen.
Dabei stellten sich zwei besonders im Holzzuwachs herausragende Walnussherkünfte heraus: Die Nr. 120 aus Güls an der Mosel und die Nr. 26 aus Rüdesheim am Rhein. Beide Herkünfte wurden fortan als sog. "Holznüsse" bezeichnet und werden für den forstlichen Anbau bis heute weiter vermehrt.
Für Waldbesitzer
Die Anpflanzung erfolgte im Dezember 2011 mit einem einjährigen Sämling.
Die Walnuss ist im Mittelmeerraum als montaner Bergmischwaldbaum anzutreffen, und kann dort ohne Weiteres bis auf 1.800 m Seehöhe gedeihen. In den kühleren Kalkalpen erklimmt sie allenfalls um die 1.200 m Seehöhe. In Urgesteinsgebieten – beispielsweise dem Schwarzwald – endet ihr Höhenwuchs bei etwa 700 m Seehöhe.
Die Walnuss verfügt über erstaunliche Zuwachsleistungen: In einem Reinbestand im Schweizer Jura erreichte sie auf 770 m Seehöhe bereits mit 35 Jahren eine Wuchshöhe von 13 m.
Der gemessene Holzvorrat lag bei 212 Festmetern und der durchschnittliche Gesamtzuwachs lag bei 6 fm/ha/Jahr. Damit liegt sie im Zuwachs nahe den Eichen bei gleich werthaltigem Holzzuwachs.