Juglans regia Nr. 26

Rüdesheimer Walnuss

Für Eilige

Walnüsse stellen ein wertvolles Lebensmittel dar, denn sie verfügen über wertvollste essentielle Fettsäuren und dienen so unserer Gesundheit.

Für Waldbesucher

  • Die ursprüngliche Heimat dieser Walnuss liegt im östlichen Mittelmeergebiet sowie im Balkan. Bereits vor der Zeitenwende wurde dieser Fruchtbaum intensiv kultiviert und gelangte über die spanische Halbinsel und die burgundische Pforte durch aktive Einfuhr in die Weinbauregionen Süddeutschlands.
  • Um 1900 erfolgte ein preußischer Anbauversuch in Heidesheim bei Mainz, bei dem diese Nuss als besonders zuwachskräftig eingestuft wurde. Leider sind die dortigen Versuchsaufbauten nicht mehr vorhanden. Das Saatgut der hier angebauten Herkünfte (Nr. 26 + 120) stammt aus dem bayerischen Nussdorf am Inn.

Für Waldbesitzer

  • Die Anpflanzung erfolgte im Dezember 2011 mit einem einjährigen Sämling.
  • Es ist nicht ganz klar, warum diese Anpflanzung nicht so frohwüchsig ist, wie man es als Waldbesitzer gerne erwarten würde. Ackererstaufforstungen haben als Wuchshemmnis für das Wurzelwachstum eine Pflugsohle, die von einer jahrzehntelangen Bodenverdichtung durch landwirtschaftliche Maschinen herstammen könnte. Dies könnte evtl. ein Grund sein, dass die hier gepflanzten Walnüsse einfach nicht ins Ziehen kommen.
  • Als Waldbesitzer braucht man immer wieder eine große Portion von Gleichmut – Geduld ist die Mutter der Weisheit! Im August 2022 wurde deshalb nach den Trockenjahren 2015, 2018, 2019, 2020 und 2022 eine Tröpfchenbewässerung installiert. Wir werden sehen, ob damit in den folgenden Vegetationsperioden eine Steigerung des Höhenwuchses erreicht werden kann.

Rüdesheimer Walnuss.