Ostrya carpinifolia

Hopfenbuche

Für Eilige

Diese bei uns völlig unbekannte Hartholzbaumart könnte in Zukunft eine große Bedeutung bekommen, wenn unsere einheimische Hainbuche immer mehr an ihre Trockenheitsgrenze und Hitzegrenze vorstößt.

Für Waldbesucher

  • Die Hopfenbuche ist die mediterrane Form der Hainbuche und in Südtirol und allen ostmediterranen Eichenwäldern rund um das Mittelmeer zuhause, außer auf der spanischern Halbinsel.
  • In den südlichen Kalkalpen steigt sie bis 1.200 m Seehöhe auf, obwohl ihr Hauptverbreitungsgebiet eher zwischen 200 bis 600 m Seehöhe liegt.
  • Sie erfüllt wichtige Aufgaben in Steilhangwäldern, wo sie die darunter liegenden Ortschaften vor Steinschlag schützt.

Für Waldbesitzer

  • Die Anpflanzung erfolgte im Dezember 2011 mit einem einjährigen Sämling.
  • Ihr Jugendwachstum ist äußert rasch, so dass sie in den ersten 30 Jahren vorwüchsig ist und viele andere Baumarten unter sich begräbt. Allerdings erreicht sie mit 10 bis 15 m deutlich weniger Oberhöhe als die Hainbuche, die bis in 25 m Höhe vorstößt. Insoweit ist sie die ideale Begleitbaumart in Mischungen mit den nicht so hoch wachsenden Wildobstbäumen.
  • In den mediterranen Wäldern ist sie sowohl in den Flaumeichenwäldern (Quercus pubescens), als auch in den Schmuckeschenwäldern (Fraxinus ornus) zuhause. Dort ist sie vor allem an den Stockausschlagwäldern beteiligt, sowohl im Niederwald-, als auch im Mittelwaldbetrieb.
  • Die Hopfenbuche ist auf Felsstandorten stark bodenbildend, hat leicht zersetzbares Laub und wirkt durch eine reichliche Laubproduktion sehr bodenpfleglich.
  • Bei weiteren Erwärmungstendenzen dürfte sie damit zu einer der wichtigsten Mischbaumarten der näheren Zukunft werden – insbesondere in Beimischung zu Nussbäumen und weiteren trockenheitsverträglichen Edellaubhölzern, wie Elsbeere, Kirsche, Mehlbeere und Speierling.

Hopfenbuche.