Pyrus pyraster

Wildbirne

Für alle Interessierte

Weiterer Name: Holzbirne

Für Eilige

Der Frühling ist die schönste und ertragreichste Zeit, um die Wäldränder in ihrer Gegend nach Raritäten abzusuchen. Als erstes erblühen zum Frühlingsbeginn die Vogelkirschen in reinstem Weiß. Gleich danach erstrahlen die creme-weißen Blüten der Birnbäume.

Für Waldbesucher

  • Die Wildbirnenblüte hat die Besonderheit, dass sie durch ihre roten Staubgefäße mit einer roten Übertüpfelung ihrer creme-weißen Blüte in Erscheinung tritt.
  • Im Gegensatz zum Wildapfel sind die äußeren Hüllblätter der Blüten ebenso creme-weiß, wie der Rest ihrer Blütenpracht.
  • Außerdem sind die Triebenden stets dornig ausgestattet, was bei den Zuchtformen nicht mehr vorhanden ist.

Für Waldbesitzer

  • Die vor ihnen stehende Wildbirne stammt aus Vogelsaat ca. 2017.
  • Im Gegensatz zum Wildapfel ist nach der Pflanzung eine gewisse Mattwüchsigkeit zu beobachten. Diese dreht sich nach 5-7 Jahren ins Gegenteil und die jungen Birnbäume tun das, was sie auch auf Streuobstflächen besichtigen können: Eine starke Stammbildung setzt ein und die Wildbirnen schrauben sich ab jetzt in die Höhe.
  • Nun können sie auch anfangen, tiefer liegende grüne Äste wegzusägen – am Besten zwischen Johanni (24. Juni) und Michaeli (29. September), wie älteres Obstbauernwissen zum Besten gibt.
  • Eine astfreie Stammlänge von 5 bis 10 Metern ist jedenfalls im Bereich des Möglichen und sollte für die spätere Verwertung als wertvolles Möbelholz angestrebt werden.
  • Auch für die moderne Richtung des „Agro-Forstgedankens“ ist das Anpflanzen von Wildobstbäumen auf Ackerflächen anzudenken, um einer weitere Versteppung von Feldflächen Einhalt zu gebieten. Lineare Strukturen auf Ackerflächen benötigen nur wenig Licht, saugen für die Feldfrüchte den Grundwasserspiegel nach oben und versorgen im Herbst die Ackerflächen mit wertvollem humusbildenden Laubfall.
  • Die hellen (Wild-)Obsthölzer werden meist unter dem Sammelbegriff "Schweizer Birnbaum" verkauft und man benötigt Fachwissen, um am reinen Holzbrett die unterschiedlichen Wildobst-Baumarten noch zu unterscheiden.

Wildbirne.