Abies equi-trojani

Trojatanne

Für Eilige

Diese Tanne kommt in einem kleinen Gebiet (35x50 km) in der NW-Türkei vor. Genauer: Zwischen den Städten Can und Ayvacik sowie auf dem Kaz-Dag, einem kleinen Gebirgszug südöstlich von Troja und nördlich von Edremit.

Für Waldbesucher

  • Der Artname „equi-trojani“ geht auf Vergil, Äneis „Abiete costas“ zurück, wonach das Holz zum Bau der Rippen des trojanischen Pferdes verwendet worden sein soll.
  • Sie scheint die raschwüchsigste mediterrane Tannenart zu sein, die sogar auf Brandflächen mit einer raschen Naturverjüngungsfähigkeit gedeiht.
  • Die Höhenlage liegt zwischen 180 und 1600 m Seehöhe.

Für Waldbesitzer

  • Die vor ihnen stehende Tanne wurde im März 2025 gepflanzt.
  • Diese Tanne mischt sich in ihrer Heimat mit folgenden Baumarten: Orientbuche, Schwarzkiefer, Steineiche, Esskastanie.
  • Die Niederschläge liegen im Sommerhalbjahr bei unter 100mm, also einem Gebiet mit ausgeprägter Sommertrockenheit.
  • die Frosthärte beträgt in der Heimat minus 18 Grad Celsius, während in europ. Arboreten bereits minus 25 Grad Celsius überstanden wurden.
  • Im Ursprungsgebiet werden Gneise, Schiefer, kristalline Kalke sowie Sande und Lehme besiedelt, was einer breiten Standortsamplitude entspricht.
  • Sie ist eine ausgesprochene Pionierbaumart sowie ein Rohhumuskeimer, der trotzdem jahrzehntelang unter dem Schirm der Altbäume gedeihen kann.
  • Der Höhenwuchs endet erst bei 46 m und im Alter 100 werden 700fm/ha gemessen. Das weiße, harzfreie Holz ist in der Türkei sehr begehrt.
  • Probeanbauten existieren in den Gemmeinden Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Hausen, Kürnach, Rottendorf, Unterpleichfeld.

Trojatanne.