Acer campestre

Feldahorn

Für alle Interessierte

Weiterer Name: Masholder

Für Eilige

Der Feldahorn ist ein weit verbreitetes Gehölz, das vor allem in wärmeliebenden nordbayerischen Eichenwäldern sowie an Waldrändern häufig vertreten ist – vor allem im Herbst leuchtet er in einem hellen Gelb hervor.

Für Waldbesucher

  • Begleitbaumart der Tieflagenwälder, dort v.a. in Eichenwäldern als bedeutendes Mischungselement.
  • Ein alter fränkischer Name deutete bereits auf eine Haupteigenschaft des Feldahornes hin: "Masselträaber" – dies bedeutet, dass er massenhaft aus dem Wurzelstock austreiben kann.
  • Wichtige Baumart für die frühere Landwirtschaft, da als mineralstoffreiches getrocknetes Hartheu v.a. in Trockenjahren dem Viehfutter beigemischt.
  • Früher bei unseren keltischen Vorfahren als früher Vorfahre des Sauerkrautes bekannt. Dabei wurde das frisch ausgetriebene und zarte Frühlingslaub eingemaischt und milchsauer vergoren. Sowohl der frische Vitamincocktail als auch die Milchsäurebakterien waren eine gesunde Ergänzungskost unserer Vorfahren.

Für Waldbesitzer

  • Die Anpflanzung erfolgte 2015 mit einem zweijährigen verschulten Sämling.
  • Der Feldahorn ist eine Baumart zweiter Klasse und wird nur etwa 15 bis 20 m hoch. Sein maximales Alter liegt bei 150 Jahren. Dabei kann er bis zu 40 cm Durchmesser erreichen. Seine stärksten Dimensionen erreicht er in den flussbegleitenden Auwäldern (Hartholzaue).
  • Charakterbaumart in unterfränkischen Stockausschlagwälden, die v. a. der Brennholznutzung dienen. Das harte und schwere Holz ist zur Energieversorgung sehr begehrt – als Ölquelle hinter dem Dorf.
  • Er ist eine humusbildende Begleitbaumart, vor allem auf physikalisch schwierigen Tonböden. Dabei ist er in der Lage, unter dem Schirm von Kiefern und Eichen jahrzehntelang im Unter- und Zwischenstand zu gedeihen, und dort einer Vergrasungs- und Verdornungstendenz entgegen zu wirken.
  • Bei Kahlfraßkalamitäten von Schmetterlingsraupen (z.B. Schwammspinnermassenvermehrung) in Eichenwäldern wird er regelmäßig von Fraß verschont.
  • Seit dem Trockenjahr 1976 wird in Weinbaulagenwäldern eine verstärkt auftretende Naturverjüngungstätigkeit beobachtet. Sein Vorkommen erstreckt sich auch auf submediterrane Wälder mit Flaumeiche und Zerreiche. Da er auch in Nordafrika im Atlasgebirge vorkommt, wird er als bedeutende einheimische Zukunftsbaumart im Klimawandel gehandelt.

Feldahorn.