Die Elsbeere gehört zu den sog. einheimischen Exoten und ist insbesondere mit den Eichenwäldern verknüpft, in denen sie wegen ihres langsamen Wachstums meist mit dem Unter- und Zwischenstand vorlieb nimmt.
Für Waldbesucher
Das Blatt ähnelt durch die Einbuchtungen an den Blatträndern fast einem Ahornblatt.
Im Frühling erfreut es die Waldinsekten durch eine lang anhaltende Baumblüte in der Farbe cremeweiß.
Im Herbst färbt sich sich orange – zinnoberrot ein, was v.a. an Waldrändern zu spektakulären Farbsinfonien führt.
Für Waldbesitzer
Die vor Ihnen stehenden Elsbeeren wurden 2020 nachgepflanzt, weil die auf der gleichen Teilfläche 2014 gepflanzten Hickorynüsse kaum voran kamen – Sie sehen also, auch Förster können die Geduld verlieren :-)
Die Elsbeere hat eine große Zukunft vor sich, denn diese Baumart gedeiht sogar bis ins ferne Nordafrika hinein. Sie ist trockenheits- und hitzeresistent.
Elsbeeren können bei entsprechendem Freistand bis zu 34 m hoch werden. Dann können sie auch eine Dimension von bis zu 60 cm erreichen. Allerdings sind sie dann über 200 Jahre alt.
Die Elsbeere wird gerne von Vögeln vertragen, die gerne an den Beeren naschen und danach das Saatgut auskoten. Leider lieben auch die Rehe die Elsbeeren-Naturverjüngung.
Eine zweite Vermehrungsstrategie besteht in der Wurzelbrut: In der Nähe von stehenden Elsbeer-Stämmen finden sie viele kleine Elsbeerpflänzchen, die natürlich im relativ tiefen Schatten ihres Mutterbaumes kaum in die Höhe kommen können.
Da die Elsbeere als Baumart relativ langsam wüchsig ist, sollten kleine Trupps oder Gruppen angepflanzt werden, weil man sie dann bei der späteren Jungwaldpflege besser findet und wieder freischneiden kann.