Sequoia sempervirens

Küsten-Mammutbaum

Für Eilige

Neben den leider nicht mehr vorhandenen 120 m hohen australischen Eukalyptusbäumen sind diese 110 m hohen Bäume die zur Zeit höchsten Geschöpfe unserer Erde. Sie stammen aus der feucht nebeligen Pazifikküste von Süd-Oregon (Kanada) bis nach Kalifornien (USA). Der Name Sequoia geht auf den Indianerhäuptling der Cherokesen (Sequoyah) zurück, der als Erfinder einer Indianerschrift mit 85 Buchstaben gilt.

Für Waldbesucher

  • Im Exotenwald Weinheim/Bergstraße (Weltnaturerbe!) steht noch ein einziger 60 m hoher Riese aus der Gründungszeit des Parks im Jahr 1873.
    Unbedingt sehenswert!
  • Leider wurden dort die anderen Exemplare in der Not nach dem 2. Weltkrieg als Brennholz geerntet.
  • Im Jahr 1973 wurden weitere 225 Stück erneut angepflanzt, damit diese seltene Baumart sich diesmal ungestört entfalten kann.
  • Fachleute bezweifelten damals, dass diese Forstkultur überhaupt zum Erfolg kommen könnte – stammt diese Baumart doch aus einer Klimazone, die im pazifischen Steigungsregen liegt und nicht wie hier im trocken-warmen Weinbauklima.

Für Waldbesitzer

  • Der vor Ihnen stehende Mammutbaum wurde im März 2025 gepflanzt.
  • Im Exotenwald Weinheim/Bergstraße (Weltnaturerbe!) können Sie zur Zeit besichtigen, dass die 1973 getätigte Anpflanzung dieser Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) an dem sog. "Romantischen Weg", die bereits 1953 angepflanzten Bergmammutbäume (Sequoiadendron giganteum) im Höhen- und Durchmesserwuchs deutlich übertreffen. Die Küstenmammutbäume gehen mit ihrer Kronenfärbung bis zum gelblichen Grün, während die Bergmammutbäume ein richtiges Dunkelgrün besitzen – trotz der beiderseits roten Rindenfarbe sind sie so gut auseinander zu halten.
  • Fachleute vermuten, dass die deutlich bessere Anpassungsfähigkeit des Küstenmammutbaumes an das Weinbauklima durch den sog. "triploiden" Chromosomensatz bewirkt sein könnte, der eben eine verbesserte klimatische Anpassungsfähigkeit bewirkt..
  • Allerdings färbt sich die grüne Krone bei stärkeren Frösten braun ein, so dass man im Winter immer wieder um das Überleben dieser Küstenmammutbäume bangen könnte – im nachfolgenden Juni wird wieder das Chlorophyll eingelagert und weiter geht es mit der Wuchsfreudigkeit.
  • Das Holz wird in der amerikanischen Heimat als Redwood bezeichnet und ist von ausgesuchter Qualität, insbesondere gilt es als extrem witterungsbeständig.
  • Deshalb wird es für Dachschindeln und im witterungsbeständigen Außenbereich des Holzbaues eingesetzt
  • Die ältesten Küstenmammutbäume werden in ihrer Heimat 1.250 Jahre alt und bis um die 8 m dick und wie gesagt bis 110 m hoch.
  • Das Nadelkleid ist übrigens ähnlich der Weißtanne gescheitelt und an der Unterseite mit 2 weisslichen Wachsstreifen versehen.
  • Probeanbauten existieren in den Gemeinden Bergtheim, Hausen, Kürnach, Rottendorf, Unterpleichfeld.

Küsten-Mammutbaum.