Abies numidica

Algiertanne

Für alle Interessierte

Weiterer Name: Numidische Tanne

Für Eilige

Kaum zu glauben, auch im Algerischen Teil des Atlasgebirges gibt es Tannenbäume – nachdem dort der muslimische Glaube herrscht, sind allerdings Weihnachtsbäume praktisch unbekannt.

Für Waldbesucher

  • Bei Reisen nach Nordafrika werden meist die Atlaszedernwälder von Fremdenführern vorgezeigt – nur selten wird erwähnt, dass in unzugänglichen Gebirgslagen auf 1.800 bis 2.000 m Seehöhe auch Tannen existieren – durch die Lage fern menschlicher Siedlungen konnten sie bis in die Gegenwart überdauern, ohne durch Übernutzung verloren zu gehen.
  • Das relativ schmale Vorkommen liegt zwischen dem Mittelmeerhafen Bougie sowie dem Djebel Babor. Es hat etwa 1.000 ha Ausdehnung und ist seit 1935 als Nationalpark geschützt. Die zwischenzeitliche Einstellung der Weidenutzung lässt die Hoffnung aufkeimen, diese letzten Vorkommen in der oberen Eichenstufe noch erhalten zu können.

Für Waldbesitzer

  • Die vor Ihnen stehende Tanne wurde im März 2025 gepflanzt.
  • Diese Tannenart mischt sich in ihrer Heimat mit folgenden Baumarten: Algerische Eiche, Mehlbeere, Elsbeere, Feldahorn, Burgenahorn und Eibe. In höheren Lagen gesellt sich noch die Atlaszeder dazu.
  • Die Niederschläge sind mit unseren nicht zu vergleichen und liegen bei 1.300-1.500 mm. Allerdings ist das dortige Sommerhalbjahr sehr trocken – dort fallen nur 80 mm Regen an.
  • Als Gebirgsbaum hat sie eine ausreichende Frosthärte von minus 20 Grad Celsius.
  • In europäischen Arboreten wächst sie auf allen Standorten.
  • Dort wird sie auch 20 bis 27 m hoch, während sie im heimischen Hochgebirge nur 13 bis 15 m Höhe erreicht. Sie schafft 60 bis 100 cm Durchmesser und wird 300 Jahre alt.
  • In der Jugend ist sie langsamwüchsig, um dann von 15- bis 50-jährig sehr raschwüchsig zu sein.
  • Sie ist die beste Tannenart für trockene Plätze in Städten.
  • Probeanbauten existieren in der Gemeinde Hausen.

Algiertanne.