Calocedrus decurrens

Weihrauchzeder

Für alle Interessierte

Weiterer Name: Flußzeder (siehe auch: Infotext für Waldbesucher)

Für Eilige

Die Weihrauchzeder ist eine nordamerikanische Baumart, die dort unseren Fichtenbeständen ähnelt und ein wertvolles Bauholz produziert. Freunde von guten Bleistiften halten dieses rötliche Holz vielfach in den Händen, ohne die Ursprungsbaumart zu kennen.

Für Waldbesucher

  • Wenn Sie die grünen Nadelzweige zwischen ihren Fingern zerreiben, riechen sie einen aromatischen und an Weihrauch erinnernden Duft.
  • Im Exotenwald Weinheim/Bergstraße (Weltnaturerbe) wurde bereits 1873 diese Baumart angepflanzt. Dort sind sie inzwischen über 30 m hoch und haben bis zu 60 cm Durchmesser erreicht.
  • Der Name "Flußzeder" ist eigentlich irreführend, denn in ihrer Heimat wächst sie eben nicht an Flüssen sondern in ausgedehnten Tallagen zwischen 700-2200 m Seehöhe.

Für Waldbesitzer

  • Der vor ihnen stehende Baum wurde 2013 als 2-jähriges Bäumchen gepflanzt
  • In unseren Anbauversuchen stellt sich die Weihrauchzeder vom ersten Moment an als extrem unempfindlich gegen Trockenheit und Hitze dar.
  • Besonders in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung hat sie erstaunlich wenig Ausfälle, was bei immergrünen Nadelbäumen sehr selten ist.
  • Das Saatgut dieser Zedern stammt aus dem sog. Exotenwald in Weinheim/Bergstraße. Die dortigen Altbäume stehen seit über hundert Jahren im dortigen Weinbauklima und weisen trotz vieler Trockenjahre keinerlei Wuchsdepressionen auf.
  • In ihrer Heimat wachsen sie von Oregon bis Nevada und Kalifornien im trockenheißen Südwesten der USA. Aufgrund der geringen sommerlichen Niederschläge in ihrer Heimat (380 mm!) könnten sie in unserem Weinbauklima gut gedeihen.
  • Insoweit ist es durchaus denkbar, dass die Weihrauchzeder in Zukunft zu einer wertvollen Bauholzbaumart heranwächst, die unsere heimischen Bauhölzer wie Fichte, Kiefer und Lärche ersetzen könnte.

Weihrauchzeder.