Picea omorika

Serbische Fichte

Für Eilige

Diese in Jugoslavien, genauer im mittleren und obere Lauf der Drina südöstlich von Sarajevo beheimatete Fichte ist überall in Gärten und Parks anzutreffen und besticht durch ihren säulenförmigen Wuchs, mit dem sie sich in die Höhe schraubt, ohne mit ihren Ästen in die Breite zu wachsen.

Für Waldbesucher

  • Sie ist ein beliebter Weihnachtsbaum, weil sie ein zweifarbiges Nadelkleid trägt und so einen winterlichen Rauhreif imitiert. Die Nadeloberseite ist bläulichgrün, während auf der Unterseite zwei weiße Wachsstreifen hervorlugen.
  • Recht schnell schmückt sie sich noch mit kleinen lila-braunen Zäpfchen, was ihren Reiz als Christbaum noch erhöht.
  • Durch ihren relativ schmalen Wuchs passt sie selbst ins kleinste Wohnzimmer.

Für Waldbesitzer

  • Der vor Ihnen stehende Baum wurde im März 2025 gepflanzt.
  • In ihrer Heimat besiedelt sie rauhe Bergschluchten in 700 bis 1.500 m Seehöhe. Dabei werden Nordhänge bevorzugt, die eine bessere Wasserversorgung bis in den Sommer hinein versprechen.
  • In einem Privatgrundstück in Veitshöchheim wurde in den 1990er Jahren auf einem flachgründigen Muschelkalkgrundstück eine Allee mit 100 Stück dieser Omorikafichten angepflanzt, die prächtig gedeihen – so könnte eventuell eine größere Standortamplitude gelten, als in ihrer Heimat.
  • Dort erreicht sie als erwachsener Baum eine Endhöhe von 25 bis 30 Meter, was sich durch ihre Wuchssäule zu einem majestätischen Erscheinungsbild entwickelt.
  • Durch ihren säulenförmigen Wuchs braucht sie nur wenig Standraum – damit benötigt sie auch nur selten Durchforstungsgänge.
  • Im Exotenwald in Weinheim/Bergstraße (Weltnaturerbe) können die 1960 gepflanzten Exemplare mit ihrem vorzüglichen Säulenwuchs bewundert werden.
  • Bereits ab dem 5. Standjahr können Jahrestriebe von 1 m Höhe verzeichnet werden. Diese treiben nur in der Zeit von Mitte Mai – Anfang Juli.
  • Wer gern mit dem Zollstock arbeitet, kann in der Haupttriebzeit Juni einen Längenzuwachs im Terminaltrieb von bis zu 15 cm pro Woche messen.
  • Die Seitenäste haben im Alter einen Längenzuwachs von 5 bis 15 cm pro Jahr.
  • Da die Seitenäste stark nach unten hängen, erobert der Baum seitlich nur wenig Raum und erhält sich dadurch bis ins Alter seinen säulenförmigen Wuchs. Dies macht sie zu einem vorzüglichen Stadtbaum, der auch dem Nachbarn kaum Schatten beschert.
  • Probeanbauten existieren in der Gemeinde Veitshöchheim.

Serbische Fichte.