Juglans intermedia

Intermedia Nuss NG 38

Für Eilige

In den 1960er Jahren wurde entdeckt, dass sich verschiedene Nussbaumarten miteinander vermischen können  -  ein Phänomen, das bis heute eher unbekannt geblieben ist.

Für Waldbesucher

  • Wenn Baumarten nahe genug miteinander verwandt sind, können durch natürliche Kreuzung sog. Intermediatypen oder Nusshybriden (Juglans intermedia) entstehen.
  • In Frankreich entdeckte man bereits vor Jahrzehnten, dass neben einander stehende amerikanische Schwarznüsse (Juglans nigra) mit europäischen Walnüssen (Juglans regia) bastardieren können. Die Haupteigenschaft dieser Bäume ist ihre Schnellwüchsigkeit – sie gedeihen fast doppelt so schnell!
  • Wenn dann solche Naturhybriden ausgewachsen sind und sich wiederum durch Saatgut vermehren, zerfallen sie wieder in ihre Elternbäume.

Für Waldbesitzer

  • Die vor Ihnen stehenden Intermedianüsse wurden im Frühling 2012 als einjährige Sämlinge eingepflanzt.
  • Sie sind aus den Baumschulen regelmäßig erst für eine Frühjahrskultur erhältlich, weil sie bis in den Dezember hinein wachsen, sehr spät abreifen und erst nach mehreren Frösten das Laub abwerfen.
  • Vor Ihnen stehen 3 verschiedene Sorten von Intermedianüssen: Auf der Nordseite die "NG 38" auf der Südseite (in Straßennähe) zuerst die "NG23" und weiter südwestlich die "MJ 209".
  • Bei den NG-Intermedianüssen sind die Elternbäume Schwarznüsse (Juglans nigra) und Walnüsse (Juglans regia). Taxonomen bezeichnen solche Bäume auch als: Juglans nigra X Juglans regia.
  • Bei der MJ-Intermedianuss sind die Elternbäume amerikanische Majornüsse (Juglans major) und europäische Walnüsse (Juglans regia).
  • In Frankreich als "Garavelhybride" zufällig entstanden, bildet sie heute als Handelssorte "MJ 209" einen Verkaufsschlager im schnell sich ausbreitenden Hybridnussmarkt. Sie gilt außerdem als resistent gegen den asiatischen Quarantäneschädling "Thousand cancer dissease".
  • Es besteht auch die Möglichkeit, Intermediatypen in Einzelmischung (15 x 15 m) in gering überschirmte Verjüngungsflächen von Eschen-, Ahorn-, Eichen- und Buchenwald-Naturverjüngungen einzubringen, und so deren Wertleistung durch eine Zeitbeimischung erheblich zu steigern.
  • Die bodenmäßigen Standortansprüche der Kreuzungen sind als niedriger einzuschätzen, wie die der Elternarten. Die der Krankheitsresistenzen ebenso.
  • Eindrucksvolle Riesenblätter (< 70 cm Länge) entstehen, wenn sog. Intermedianüsse mit Mandschurischen Walnüssen gekreuzt werden (intermedia X J. mandshurica). In einer Versuchsfläche in der Westpfalz erreichten aktuell 18-jährige Exemplare bereits einen BHD von 36 cm! Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zur Verkernung dieser dunklen Hölzer einfach Zeit braucht. Der helle Splintholzanteil beträgt beidseitig jeweils ca. 10 cm. Wenn sie beispielsweise einen 40 cm dicken Stamm messen, so beträgt das Kernholz nur etwa 20 cm! Geduld ist also die Mutter der Weisheit.

Intermedia Nuss NG 38.